Riester Rente - ein Vorsorgebaustein fürs Alter
Wer sich privat zusätzlich
für das Alter absichern will, der kommt an dem Begriff "Riester-Rente"
nicht mehr vorbei. Namensgeber der Riester-Rente ist der SPD-Politiker
Walter Riester, der von 1998-2002 Minister für Arbeit und Sozialordnung
war. Er war maßgeblich an dem Modell der Riester-Rente beteiligt. Ziel
war es, die private Altersvorsorge zu fördern und finanziell zu unterstützen.
Die "Riester-Rente" soll eine Ergänzung zur staatlichen Vorsorge
auf freiwilliger Basis darstellen. Anlass dieser privaten Vorsorge mit
staatlicher Zulage war die Kürzung des Nettorentenniveaus von 70% auf
67%. Die Riester-Rente solle Altersarmut und die damit verbundene Inanspruchnahme
der Grundsicherung vermeiden.
Bei der Riester-Rente handelt es sich um eine zwar privat
finanzierte, aber durch Zulagen staatlich geförderte Rente. Auszahlungsbeginn
kann ab dem 60. Lebensjahr beginnen, die Höhe der Auszahlungen, sowie
die monatlichen Einlagen werden vertraglich zwischen den Vertragsparteien
(Bank oder Sparkasse und Riester-Sparer) ausgehandelt. Die Vorteile
der Riester-Rente sind, dass das angesparte Kapital sowohl pfändungsfrei
bleibt und auch nicht zum Vermögen gerechnet wird. Das angesparte Kapital
kann ausgezahlt werden, wenn zum Zwecke der Altersvorsorge Wohneigentum
angeschafft werden soll.
Bei der privaten Riester-Rente werden aus dem bereits versteuerten Netto-Einkommen
Spareinlagen getätigt. Um die ungeschmälerte Zulage zu erhalten hat
der Versicherungsnehmer dafür zu sorgen, dass ausreichend hohe Beiträge
eingebracht werden. Bei Pflichtversicherten sind das mindestens 60 Euro
p.a., bei allen anderen müssen mindestens vier Prozent des Vorjahresnettoverdienstes
eingebracht werden.
Neben der Finanzierung zum Eigenheim besteht zudem die Möglichkeit,
einen Berufseinsteiger-Bonus von einer um zweihundert Euro erhöhter
Zulage zu erhalten, wenn der Sparer am ersten Januar des Jahres in dem
der Vertrag abgeschlossen wurde, sein 25. Lebensjahr noch nicht vollendet
hat und nach dem 31. Dezember 1982 geboren ist.
Die Riester-Rente ist geeignet für alle Personen die Einkommen aus
nicht-selbstständiger Arbeit erzielen. Die Einlagen müssen in einer
speziellen, mit dem Bankberater gewählten Sparform erbracht werden
und die staatlichen Zulagen müssen bei der Zentralen Zulagenstelle
für Altersvermögen (ZfA) beantragt werden. Hierzu hat der Riester-Sparer
zwei Jahre Zeit.
Nachteil der Riester Rente ist jedoch, dass die Rente eine Leibrente
ist und somit nicht bei Tod des Sparers auf eine andere Person übertragbar
ist.